Smart Grid – EnergieVerteilung und NetzSteuerung

Supraleitende Bandleiter als Alternative zum Kupferkabel

THEVA Supraleitende Bandleiter
Neuartige supraleitende Bandleiter ersetzen Kupfer in Kabeln, Generatoren, Motoren und erlauben völlig neue Strombegrenzer im Netz. Sie führen damit zu deutlich höherer Energie- und Ressourceneffizienz sowie verbesserter Netzsicherheit. Die THEVA errichtet derzeit die größte europäische Produktion für supraleitende Bandleiter. Ziel ist es, Supraleiter günstiger zu machen als das Äquivalent an Kupfer, das für dieselbe Leistung benötigt würde, um bis 2020 den Weg für den breiten Einsatz zu ebnen.

Sie sind nur einige Millimeter breit und so dünn wie Autolack, tragen jedoch so viel Strom wie daumendicke Kupferkabel – supraleitende Bandleiter. Dabei treten zudem kaum noch Verluste auf. Was wie ein Märchen klingt, wird die Energietechnik in absehbarer Zeit revolutionieren. Supraleitung, d. h. Stromfluss ohne Verlust bei tiefen Temperaturen, ist kein wirklich neues Phänomen. Bedeutung für die Energietechnik erlangte sie jedoch erst mit der Entdeckung keramischer Materialien, die bereits bei moderater Kühlung (mit flüssigem Stickstoff) supraleitend werden. Danach dauerte es fast 25 Jahre, um aus Keramiken flexible Bandleiter zu machen. Genau diese hat THEVA in den letzten Jahren entwickelt und baut derzeit die größte europäische Fertigung auf. Denn um mit dem traditionellen Werkstoff Kupfer konkurrieren zu können, dürfen Bandleiter nicht deutlich teurer sein. Liegen die Kosten derzeit noch beim Achtfachen der vergleichbaren Kupfermenge, so soll die neue Pilotfertigung von THEVA zeigen, dass Bandleiter hoher Qualität kostengünstig hergestellt werden können. Das Rohmaterial ist billig und so lässt sich mit industrieller Fertigungstechnik innerhalb der nächsten Jahre die Kupferschwelle durchbrechen. Dem breiten Einsatz steht dann nichts mehr im Weg und so werden Hochleistungskabel für die Energieübertragung, große Generatoren und Motoren genauso selbstverständlich mit Supraleitern laufen, wie dies heute schon Kernspintomografen bei viel tieferen Temperaturen tun. Supraleiter punkten dabei nicht nur durch höhere Energieeffizienz, sondern vor allem durch ihre extrem hohe Energiedichte. Im Elektromaschinenbau lassen sich dadurch drastische Einsparungen an Größe und Gewicht realisieren, während im Stromnetz hohe Leistungen durch Mittelspannungskabel übertragen werden können, für die man heute noch Hochspannungstrassen benötigt. Ohne Supraleitungstechnik wäre die Energiewende deshalb nur eine halbe Sache.

Kontaktdaten/Unternehmen:
THEVA Dünnschichttechnik GmbH
Rote-Kreuz-Straße 8
85737 Ismaning
info@theva.com
www.theva.com


Ansprechpartner:
Dr. Werner Prusseit


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