Smart Grid – EnergieVerteilung und NetzSteuerung

Raumoptimierte Freileitungen für mehr Bevölkerungsakzeptanz

Isolationskonzepte für kompakte und verlustarme Übertragungsleitungen
Bedingt durch die Energiewende ist ein deutlicher Ausbau von Hochspannungs-Übertragungsleitungen notwendig. Hierbei sind zwei Schwerpunkte zu berücksichtigen: kompakte Freileitungsbauweisen zur Erhöhung der Akzeptanz der Bevölkerung sowie verlustarme Hochspannungs-Gleichstromübertragung zur Verteilung des Stroms von der Küste (Wind) in die Lastzentren im Süden. Die hierfür notwendigen Isolationskonzepte erarbeitet Lapp Insulators zusammen mit allen namhaften Netzbetreibern.

Pilotlinie einer ausgeführten raumoptimierten 420-kV-Übertragungsleitung mit der Trassenbreite einer heutigen 110-kV-Leitung: Palmiet-Stikkland, ESKOM, Südafrika (2007)

Die zukünftigen Infrastrukturprojekte im Zuge der Energiewende erfordern einen massiven Ausbau von 420-kV-Leitungen und der Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) in Mitteleuropa. Der von der Deutschen Energie-Agentur (dena) als notwendig betrachtete 420-kV-Netzausbau stößt in Deutschland aber auf fehlende Akzeptanz der Bevölkerung. Dies ist unter anderem auf den optischen Eindruck der Freileitungen zurückzuführen. Die heutigen 380-kV-Freileitungen werden als raumergreifend und das Landschaftsbild beeinträchtigend empfunden. Dies verzögert die Genehmigung der dringend benötigten Freileitungen erheblich. Daher entwickeln alle großen europäischen Netzbetreiber die als aussichtsreicher bewerteten, „raumoptimierten“ Übertragungsleitungen. Diese Projekte werden von Lapp Insulators hinsichtlich der notwendigen Isolator-Lösungen unterstützt. HGÜ-Fernübertragungen werden benötigt, um große Leistungen (2–10 GW) über Entfernungen von ca. 1.000 Kilometern zu übertragen. Dies liegt an der Distanz zwischen den zukünftigen Erzeugern (Offshore-Windparks im Nordseegebiet) und den Abnehmern im Süden, bedingt durch den Wegfall der heutigen Kernenergieerzeugung. Bewährte und langzeiterprobte Referenzleitungen sind die „Pacific Intertie“-Leitung (500 kV, 1.400 km, 4 GW, Kanada – Kalifornien) oder „Cahora Bassa-Apollo“ (533 kV, 1.500 km, Mocambique – Südafrika). Beide Projekte wurden mit Produkten von Lapp Insulators realisiert und arbeiten seit 30 Jahren störungsfrei. In diesen Projekten beteiligt sich Lapp Insulators als Schlüsselpartner für die Entwicklung angepasster Isolatortechnik. Zusammen mit den Partnern werden optimierte Bauweisen entwickelt, mit numerischer Software (FEM/ BEM) ausgelegt, hergestellt und im firmeneigenen Hochspannungslabor den Abnahmeprüfungen unterzogen. Dies wird flankiert durch Consulting-Dienstleistungen und Schulungen in der Auslegung der Isolatoren.

Kontaktdaten/Unternehmen:
Lapp Insulators GmbH
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Bahnhofstraße 5
95632 Wunsiedel
www.lappinsulators.de


Ansprechpartner:
Henning Albrecht
halbrecht@lappinsulators.de


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