Modellregionen und regionale Pilotprojekte

Intelligente Netze zur Steuerung und zum Ausgleich von Produktion und Verbrauch

Forschungsprojekt Smart Area Aachen
Die Energieerzeugung wird in Zukunft mehr und mehr dezentral organisiert sein und erfordert daher intelligente Netze zur Steuerung und zum Ausgleich von Produktion und Verbrauch. Welche Folgen dies für die Stromnetze hat und mit welchen Technologien und Geschäftsmodellen die Energiebranche diesen Strukturwandel bewältigen kann, damit befasst sich das Forschungsprojekt „Smart Area Aachen“, bei dem die STAWAG Konsortialführer ist.

Nicht zuletzt die Energiewende forciert diese Entwicklung, da die Anlagen für erneuerbare Energien überwiegend in Verteilnetze einspeisen und nicht in Transportnetze wie die großen konventionellen Kraftwerke. Zudem werden Verbraucher zunehmend selbst zu Stromerzeugern, beispielsweise durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Hauses oder mit Kleinst-Blockheizkraftwerken.

Das Aachener Forschungsprojekt Smart Area Aachen befasst sich mit der Frage, wie – auch vor dem Hintergrund der Energiewende – die Stromnetze der Zukunft gestaltet werden müssen und wie sich entsprechend die Energiebranche darauf ausrichten kann. Konkrete Ziele sind der Aufbau, der Betrieb und die Erforschung eines „Smart Grid“, also eines intelligenten Stromnetzes im Stadtgebiet Aachen. Die Aufgabe der Stromversorgung wird dabei als Systemherausforderung aus Komponenten der Energietechnik als auch der Informations- und Kommunikationstechnik betrachtet.

Neben der STAWAG als Konsortialführer sind weitere zwölf Partner aus Industrie, Normung und Forschung am Projekt beteiligt, die gemeinsam Komponenten, Betriebs- und Netzplanungskonzepte entwickeln und im Stromnetz der STAWAG testen. Industriepartner sind ABB, BET, KISTERS, Nexans, MR, PSI und SAG. Ergänzend begleiten aus der Normung VDE|DKE und aus der Forschung die RWTH Aachen mit den Instituten IFHT und IAEW und dem An-Institut FGH sowie die TU Dortmund mit dem Institut ie3 das Vorhaben.

Das Projekt gliedert sich in die Verbundprojekte „Intelligente Ortsnetzstationen“, „Spannungsqualität“, „Kommunikationsinfrastruktur“, „Netzzustandsprognose“, „Stromnetzplanung“ und „Instandhaltung“ (voraussichtlich Mitte 2013). Diesen Verbundprojekten übergeordnet ist eine Begleitforschung, die sich der Koordination und dem Transfer zwischen den Verbundprojekten sowie Standardisierungs- und Normungsfragen und der Verwertung der erhaltenen Erkenntnisse widmet. Die ersten Projekte des thematischen Verbunds „Smart Area Aachen“ haben ihre Arbeit Mitte letzten Jahres aufgenommen und laufen jeweils rund vier Jahre. Das Gesamtvolumen beträgt ca. 10 Millionen Euro, das knapp zur Hälfte vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird. Die bearbeiteten Handlungsfelder werden auch im Energiekonzept der Bundesregierung genannt: „Leistungsfähige Netzinfrastruktur für Strom und Integration erneuerbarer Energien“.

Zur STAWAG
Die STAWAG, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, hat sich einen Namen als Vorreiter für Innovation und für die Nutzung erneuerbarer Energien gemacht. Bereits 1991 haben wir die erste Solar-Fassade realisiert und schon 1995 die kostendeckende Vergütung für Solarstrom in Aachen eingeführt. Als erstes Unternehmen in Deutschland haben wir im Jahr 2006 Bio-Erdgas ins Erdgasnetz eingespeist. Wir streben an, bis 2020 rund 600 Gigawattstunden grünen Strom in eigenen Anlagen zu produzieren. Dazu haben wir eine eigene Gesellschaft gegründet, die sich ausschließlich mit Erneuerbare-Energien-Anlagen befasst. Seit über 20 Jahren bieten wir den Aachenern eine umfangreiche Energieberatung und flankierende Förderprogramme zum Energiesparen an. Mit einem kommunalen Energieeffizienzkonzept konnten wir gemeinsam mit der Stadt Aachen wichtige Erfolge bei der Energieeffizienz erzielen.

Des Weiteren engagiert sich die STAWAG bei Innovations- und Forschungsprojekten zum Beispiel im Bereich Elektromobilität, intelligente Zähler und Netze sowie bei Energie-Speicher-Projekten. Der STAWAG- Konzern beschäftigt über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von über 430 Millionen Euro (2011).

Kontaktdaten/Unternehmen:
STAWAG
Pressestelle
Lombardenstraße 12 – 22
52070 Aachen
www.stawag.de


Ansprechpartner:
Robert Frings
(STAWAG Netz GmbH)
robert.frings@stawag-netz.de


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